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„Mein Highlight ist die Community.“

Er ist der Mann, der uns die NFL ins frei empfangbare Fernsehen gebracht hat: Alexander Rösner, „ran“-Sportchef und damit natürlich auch von „ran Football“. In CrunchTime erzählt er, wie es zu dieser Erfolgsgeschichte kam.

Herr Rösner, erklären Sie doch mal wie das alles 2015 losging?

Alexander Rösner: Die Ursprünge liegen noch viel weiter zurück. Bereits von 1999 bis 2003 hat SAT.1 den Super Bowl erfolgreich übertragen. Den zweiten Anlauf gab‘s 2012 – zu Beginn mit dem Super Bowl, da entstand der Gedanke, mehr daraus zu machen. Es wurden zunächst die Championship Games übertragen und wir haben gesehen: es funktioniert. Mit der NFL gab’s Gespräche über eine Vertragsverlängerung inkl. Ausweitung auf die Regular Season. Wir haben uns überlegt, was wir machen können und vor allem auf welchem Sender.

Dann schlug also die Stunde von ProSieben MAXX am Sonntagabend?

Der Sonntag ist die begehrteste Fernsehzeit in Deutschland. Um dort Programm um 19 Uhr und 22.25 Uhr mit einer Nischensportart zu füllen, gehört vor allem Mut. Wir wussten: Wenn wir mehr machen, dann ist das ein Argument, die NFL langfristig in der Gruppe zu halten. Wir mussten es aber auch so umsetzen, dass Footballfans und die, die es noch werden sollten, zugucken. Bis dahin wurde die NFL aus einer Reporterbox kommentiert. Wenn wir aber die Chance haben, es groß zu machen, müssen wir in die Produktion inklusive Studio investieren. Das war der Beginn von allem. Wir haben die Live-Sendung im Studio entwickelt, die passenden Protagonisten gesucht – und auch gefunden.

Die passenden Leute kennt heute jeder. Wie wurden die ausgesucht?

Jeder Kommentator und Experte hat seine eigene Geschichte. Wir haben uns erst mal schlau gemacht, welche Leute kommen in Betracht? Wer hat Fernseherfahrung? Wer hat in der NFL Europe gespielt? Wer kann gut sprechen, ist cool und lustig? Dann haben wir ein Casting gemacht.

„Dass sich alles

zu einem noch relevanteren Fernsehabend in Deutschland entwickelt.

Das ist mein Wunsch für die Zukunft.“


Alexander Rösner in CrunchTime 01/21

Aber Coach Esume hat sich nicht beworben?

Patrick Esume hat damals einen Boxer betreut und so kannte ich ihn vom Namen her. Unser Anwalt sagte mir damals: „Patrick Esume ist ein ehemaliger NFL Europe-Spieler, der könnte einer sein, der ist locker“. Also habe ich ihn drei Tage vor dem Casting angerufen und er sagte nur: „Klar, da bin ich am Start. Ich fahr los!“ Auf die Frage, warum er sich nicht selbst beworben hat, sagte Esume: „Ne, ich bewerbe mich nicht. Da müsst ihr schon selbst darauf kommen!“

Jetzt sendet ProSieben MAXX seit fünf Jahren die NFL live, die Einschaltquoten haben sich in der Zeit verdoppelt. Was würden Sie als bisher größtes Highlight bei ‚ran Football‘ nennen?

Es gab viele Highlights. Der Fernsehpreis 2018 war sicher eines davon. Was mich bis heute fasziniert und auch bewegt, ist tatsächlich diese großartige Community. Wie sie ein wichtiger Teil unserer Sendung ist und wie sehr beide Seiten miteinander verbunden sind. Das ist ein Zusammenspiel, was für mich außergewöhnlich ist. Das ist mehr als nur „wir machen Fernsehen – wir machen Sport.“ Es ist etwas Gemeinsames, auf das ich total stolz bin. Genau wie jedes andere Mitglied unserer Redaktion.

Blicken wir zum Schluss noch in die Zukunft: Wohin kann die Reise mit ran Football noch gehen? Was wünscht sich der „ran“-Chef Alexander Rösner?

Ich habe den dringenden Wunsch, dass wir das alles noch viele Jahre weitermachen können. Da wir immer mehr Spiele auf dem großen Sender ProSieben haben, hoffe ich, dass sich diese Sportart immer weiter etabliert. Dass sich alles zu einem noch relevanteren Fernsehabend in Deutschland entwickelt. Das ist mein Wunsch für die Zukunft.

Das komplette Interview mit ran-Sportchef Alexander Rösner, seine Erklärung, wie die Live-Spiele ausgewählt werden, wie „Icke“ zu seinem Job kam und wie die Übertragung des Super Bowl LV aussehen kann, seht ihr auch im Video auf beimfootball.de.